Autor: Johannes Mirus

  • Barcamps gehen auch virtuell

    Barcamps gehen auch virtuell

    In diesen Zeiten lernen wir viel dazu. Neulich gab ich meinen ersten Social-Media-Strategieworkshop per Videokonferenz. Vergangenen Freitag habe ich bei meiner ersten Konferenz mit Barcamp-Elementen teilgenommen, die rein virtuell stattfand. Ich war gespannt, wie das funktioniert und kann nun sagen: Es geht!

    Die Blog4Business, die wir als Bonn.digital auch als Sponsor unterstützen, musste wie so viele Veranstaltungen derzeit abgesagt werden. Die Initiatorin Daniela Sprung verlegte sie kurzerhand ins Digitale. Über fünfzig, in Spitzenzeiten bis zu sechzig Teilnehmende waren dabei. Das ist eine Größenordnung, die schon fast an die Offline-Veranstaltung heranreicht. Chapeau schon einmal dafür, dass sie es schaffte, so viele von ihrer Idee zu überzeugen!

    Ohne größere Hürden zur virtuellen Konferenz

    Die Veranstaltung lief per Zoom. Es gab anfangs nur ganz wenige technische Probleme bei ein paar Gästen, die schnell gelöst werden konnten. (Meistens lag es daran, dass die Teilnehmenden eine veraltete Softwareversion von Zoom hatten.) Ansonsten lief alles reibungslos, von kurzen Aussetzern bei manchen Vortragenden abgesehen; ich vergleiche es mal mit den üblichen Problemen, einen Beamer anzuschließen.

    Es ging mit Begrüßung und einem Vortrag los. Da ist eine Videozusammenkunft mehr als geeignet. Die/der Vortragende blendet Folien ein und erzählt etwas dazu, Fragen werden zwischendurch im Chat gestellt, am Ende gibt es auch die Möglichkeit, sich auszutauschen.

    Ich war dann aber gespannt auf die Barcamp-Elemente. Denn ich war mir nicht sicher, ob per Videokonferenz auch eine dynamische Diskussion erfolgen kann. Meine Session („Blogs als Teil der Social-Media-Strategie“) war von vornherein als barcamptyische Diskussionsrunde geplant, in die ich ein wenig Input gebe. Leider scheiterte ich daran, meinen Bildschirm freizugeben (immer eine gute Idee, kurz vor sowas noch ein Betriebssystem-Update zu machen), aber es ging auch ohne was zu zeigen. Schnell gab es ein paar Teilnehmende, die mitredeten und die gemeinsam mit mir diskutierten. Es war schon fast wie bei einem physischen Treffen, allerdings fiel mir schon auf, dass man aktiv Fragen stellen musste, damit sich Menschen zur Wortmeldung angesprochen fühlten. Und wie bei einem „normalen“ Barcamp gab es auch rein passive Teilnehmende.

    Best practices

    Insgesamt war die Veranstaltung mehr als gelungen. Zwar vermisste ich ein wenig die Atmosphäre drumherum, „den Kaffee zwischendurch“, wie ein Teilnehmer meinte. Aber was will ich meckern. Immerhin fand die Blog4Business trotz Corona statt, ich konnte mich gut konzentrieren und zwischendrin auch aufs Klo gehen, ohne dafür den Vortragsraum verlassen zu müssen, wenn du verstehst.

    Es war alles gut durchdacht. Da wäre einmal der Sessionplan, der als für alle schreibbares Google-Dokument aufgebaut war, in den man schon im Vorhinein seine Session planen konnte (aber auch noch während der Begrüßung). Jede/r Sessiongeber/in plante eine eigene Zoom-Veranstaltung (um sie aufzeichnen zu können und damit man einfach hin und her konnte), der Link wurde ebenfalls veröffentlicht.

    Zur Begrüßung, Mittagspause (!) und für die Keynotes trafen wir uns immer im gleichen Raum/Stream. In den Wechselpausen entstand sogar so ein Barcamp-Gefühl, man witzelte ein wenig herum und unterhielt sich wie an der Kaffeetheke.

    Gleichzeitig gab es einen separaten Zoom-Stream, die Caféteria-Session, in der man jederzeit auf ein Käffchen wechseln konnte. Nutzte ich zwar nicht, ist aber eine sehr charmante Idee.

    Da alles aufgezeichnet werden sollte, wurde auch schnell festgelegt: Wer nicht auf dem Video sein möchte, schaltet sein Bild wieder ab und ändert den angezeigten Namen auf ein Pseudonym (z.B. Mausi). Schnell etablierte sich auch, dass die Zuhörenden das Mikrofon selbständig ausschalteten, solange sie nichts beitrugen. Einige deaktivierten während der Vorträge auch ihr Bild; wer weiß, was sie währenddessen taten. 😏

    Eine gute Idee, last but not least, war die Begrenzung der Sessions auf 30 Minuten und die großzügigen Pausen zwischendurch. Auch wenn 30 Minuten schneller vorbei sind als 45 (ach was!), die Videoveranstaltung ist anstrengender als die physische.

    https://twitter.com/Johannes/status/1246065544547180549

    Barcamps virtuell – eine gute Alternative

    Ich durfte also nicht nur inhaltlich einiges lernen, ich konnte auch wertvolle Erfahrungen für die Durchführung einer virtuellen Veranstaltung sammeln. Ein „richtiges“ Barcamp per Videokonferenz kann ich mir nun besser vorstellen. Mal sehen, wann (nicht ob) wir das auch mal ausprobieren. 🙂

    Vielen Dank an Daniela Sprung für alles! Ich werde sie an ihr unvorsichtiges Versprechen erinnern. 😉

    https://twitter.com/Johannes/status/1245983865803550720
  • Social-Media-Strategieworkshop per Videokonferenz – gar nicht einmal so schlecht

    Social-Media-Strategieworkshop per Videokonferenz – gar nicht einmal so schlecht

    In Zeiten von Corona, genauer Covid-19, wurden uns nicht nur die meisten Veranstaltungen bis in den Mai hinein abgesagt oder mussten von uns abgesagt werden. Auch einige Social-Media-Strategieworkshops stehen auf der Kippe. Ist ja auch klar, während Deutschland über Ausgangssperren diskutiert, ist es eher schwer, gute Argumente zu finden, warum man zehn oder mehr Menschen für einen ganzen Tag in einen abgeschlossenen Raum beordern soll.

    Für den vergangenen Donnerstag hatten wir mit dem DEval, dem Deutschen Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit aus Bonn, einen solchen Workshop geplant. Die Mitarbeitenden sind seit letzten Montag im Homeoffice. Es war im Vorhinein nicht einfach, diesen Termin zu finden, an dem alle können. Deshalb einigten wir uns auf ein Experiment: Wir halten den Workshop per Videokonferenz. Ich war neugierig und ängstlich zugleich: Wie läuft so ein Tag ab, der normalerweise davon lebt, dass sich alle Teilnehmenden aktiv beteiligen? Ist es nicht ungleich anstrengender, eine Videokonferenz zu machen? Wie klappt das technisch alles?

    Um es vorwegzunehmen: Ich habe mich am Ende gefragt, warum wir als Digitalunternehmen nicht schon viel eher mal mit einem Digitalworkshop beschäftigt haben. Diese Art der Durchführung führt genauso zum Ergebnis, hat auch den einen oder anderen Vorteil, aber natürlich auch Einschränkungen.

    Das technische Setup

    Zuerst aber zur Ausstattung. Weil die Kunden schon Zoom verwendeten und ich erst gar nicht zur inhaltlichen Herausforderung auch noch die steile Softwarelernkurve für zwölf Personen wollte, zog ich es vor, nur mich selbst darin einzufinden. Zoom hat mich sofort überzeugt, es ist intuitiv nutzbar und hat alle nötigen Funktionen, die so ein Workshop braucht.

    Insbesondere die Bildschirmfreigabe ist wichtig. So konnte ich nicht nur Powerpoints und Websites zeigen, sondern vor allem mein angeschlossenes iPad nutzen. Ich nutzte die Notizen-App mit dem Apple Pencil und hatte damit einen wunderbaren, unkomplizierten und auch noch automatisch gespeicherten Flipchart-Ersatz.

    Außer einer Internetverbindung (und einem Backup dafür, siehe unten) brauchte ich also nicht mehr viel, um loszulegen. Und viel wichtiger: Die Teilnehmenden auch nicht, die benötigten auch nur noch eine Webcam und ein Mikro, wobei den meisten die Standardausrüstung ihres Laptops genügte.

    Die Probleme und Herausforderungen

    Alle Teilnehmenden des DEval waren ganz offenbar schon an Videokonferenzen gewöhnt. Die technische Einweisung war schnell geschehen, das hatte ich wesentlich schlimmer erwartet und wird vermutlich nicht immer so unproblematisch gehen.

    Die größten technischen Herausforderungen hatte ich selbst. Einmal ging mir mein Internet zuhause flöten. Auf einmal war die Verbindung weg und damit auch ich. Zum Glück habe ich immer alternative Bezugsquellen für meine Droge, deshalb konnte ich schnell über Handy, verbunden mit einem großzügigen Datenpaket, wieder online gehen und bis zur Mittagspause warten, um die Fehlerursache zu suchen (und zu beheben).

    Am Nachmittag stürzte tatsächlich mein Laptop ab, als ich eine größere Powerpoint parallel öffnete. Das habe ich am Mac noch nicht oft erlebt, aber offensichtlich ist eine ganztägige Videokonferenz dann doch recht belastend und große Zusatzaufgaben sind dann irgendwann zu viel. Beides passierte nur mir, die anderen zwölf Teilnehmenden hatten keine offensichtlichen technischen Herausforderungen. Vielleicht hatte ich einfach nur Pech.

    Inhaltlich fehlten mir Kleingruppen und Einzelarbeiten, die ich normalerweise in Workshops einstreue. Einzelaufgaben habe ich in die Pausen mitgegeben, da haben aber alle Pause gemacht. Gegen Ende des Tages erarbeiteten wir etwas individuell in der laufenden Konferenz, das klappte ganz gut, aber die Präsentation der Ergebnisse hatte ich mir dynamischer erhofft („einfach reinrufen!“). Lag vielleicht auch an der Uhrzeit.

    Die größte Herausforderung war tatsächlich die Intensität. Tagsüber war mir das gar nicht so bewusst, da war ich ganz im Flow. Aber am Abend, als der Workshop vorbei war, merkte ich, dass ich ungleich kaputter war als bei physischen Workshops, wo ich eigentlich den ganzen Tag stehe und herumlaufe.

    Die Vorteile eines virtuellen Workshops

    Der größte Vorteil eines Video-Workshops, den ich gleich mal nennen möchte: Er findet trotz räumlicher Distanz statt. Gerade zurzeit ist das eine wertvolle Botschaft: Wir müssen nicht alle zur gleichen Zeit am gleichen Ort sein, wir können uns auch im Internet treffen und trotzdem gute Ergebnisse erhalten.

    Die so anstrengende Intensität ist auch ein Vorteil. Die meisten sind die längste Zeit hoch konzentriert, man kann sich fast nicht verstecken. Da Zoom die kleinen Bildchen der Teilnehmenden nach der letzten Aktivität sortiert, kann man auch recht schnell sehen, wer die längste Zeit nichts gesagt hat.

    Und apropos: Ich wusste auch ohne Namensschildchen immer sofort die Namen aller Teilnehmenden. Sie wurden schließlich mit eingeblendet.

    Dank Zoom konnten auch andere Teilnehmende Bildschirminhalte schnell teilen, ein ungeheurer Vorteil gegenüber der normalen Situation, bei der meistens nur ich als Moderator Dinge vorführe, weil nunmal mein Laptop am Beamer hängt – falls überhaupt.

    Last but not least ist es sehr praktisch, automatisch alles dokumentiert zu haben. Zoom bietet eine Aufzeichnungsfunktion an, der ganze Workshop ist als Video gespeichert. Und die „Flipcharts“, also meine Mitschriften, sind auch gleich abgespeichert und könnten sogar sofort als Datei verschickt werden.

    Fazit: Warum nicht!

    Alles in allem bin ich sehr begeistert, dass doch alles so gut funktioniert hat, dass wir nicht mittendrin abbrechen mussten oder weniger geschafft haben als in physischen Workshops. Auf die wollte ich trotzdem nicht verzichten, sie haben eine eigene Dynamik und erlauben mehr aktives Mitarbeiten der Teilnehmenden. Aber ein Workshop per Videokonferenz ist auf jeden Fall eine gute Alternative, die man gerade in diesen Zeiten berücksichtigen sollte.

    Ich danke ganz herzlich dem DEval, dass es sich mit mir auf dieses Experiment eingelassen hat und mir dafür alle Möglichkeiten einräumte!

  • 4x NachhaltigkeitsCamp und kein bisschen müde

    4x NachhaltigkeitsCamp und kein bisschen müde

    Vor einer Woche durften wir in Zusammenarbeit und im Auftrag von Engagement Global bereits zum vierten Mal das NachhaltigkeitsCamp Bonn gestalten. Wie immer war es ein Heidenspaß mit rund 150 nachhaltigen Menschen in der coolsten Location Bonns, dem Basecamp.

    Wir lernen beständig dazu und werden mit jedem Barcamp nachhaltiger. So gab es dieses Mal nur noch veganes Essen, das auch mengenmäßig gut portioniert war. Die wenigen Reste gingen restlos (sic!) am Ende weg. Aber auch in anderer Hinsicht wurde das Barcamp nachhaltiger: Es gab und gibt eine digitale Vernetzungsplattform in Zusammenarbeit mit dem Bonner Startup Unity Effect. Dort können sich alle Teilnehmenden eintragen und über Interessen, Angebote und Nachfragen vernetzen. Die Plattform ist eine direkte Folge des Feedbacks des Vorjahres und kam gut an: Etwa zwei Drittel der Teilnehmenden haben sich bereits angemeldet und vernetzt.

    Volles Programm

    Was sich nicht geändert hat, war das volle Sessionboard. Neun „Räume“ hatten wir zur Verfügung und trotzdem konnte eine Session nicht mehr untergebracht werden und musste sich spontan einen Platz suchen. Das NachhaltigkeitsCamp wurde einmal mehr seinem Ruf gerecht, viele aktive Menschen zusammenzubringen, die ein Thema haben und das auch diskutieren möchten.

    Zwei Metaplanwände mit vielen bunten Zetteln.

    Am Ende des Tages blickten wir in müde, aber zufriedene Gesichter. Das reicht uns zwar noch nicht als Feedback, weshalb zurzeit noch eine Befragung rumgeht, aber es war eine wunderbare Bestätigung, dass wir auch im vierten Jahr noch nicht amtsmüde waren, sondern allen eine gut laufende Plattform bieten konnten.

    Es sei gedankt

    Wir danken deshalb selbstverständlich zuvorderst allen Teilnehmenden und Sessiongebern. Und natürlich den Kolleginnen und Kollegen von Engagement Global, die weiterhin an das NachhaltigkeitsCamp glauben. Nicht zu vergessen ist das Basecamp, das uns wie immer tatkräftig unterstützte. Die Zusammenarbeit mit Unity Effect hat auch großen Spaß gemacht.

    Wir freuen uns auf nächstes Jahr, wenn es dann schon ein kleines Jubiläum zu feiern gibt! Auf der Website nachhaltigkeitscamp-bonn.de bzw. dem dort abonnierbaren Newsletter wird man rechtzeitig informiert.

  • „Ich konzentriere mich auf eine Sache und versuche, die möglichst gut zu machen“

    „Ich konzentriere mich auf eine Sache und versuche, die möglichst gut zu machen“

    Seit einem Jahr bietet Max Kugel zusammen mit seinen Kollegen in der Bonner Südstadt Brot an. Und zwar nur Brot, selbst gebacken und in hoher Qualität. Warum er das macht, wie es so läuft und warum er schon ein Jahr vor dem Start mit Social Media nutzte, erzählt er Aziza und Johannes in unserer Bonn.digital-Talkshow, die wir im Coworking Bonn aufzeichneten.

    Die erwähnten Social-Media-Auftritte von Max Kugel: Instagram, Facebook

  • Bonn.digital unterstützte das 2. Literaturcamp Bonn

    Bonn.digital unterstützte das 2. Literaturcamp Bonn

    Am vergangenen Wochenende fand zum zweiten Mal das Literaturcamp Bonn im Haus der Bildung statt. Und zum zweiten Mal war Bonn.digital auch als Sponsor dabei. Aber nicht nur das, auch das komplette Team war vor Ort und nahm begeistert an den Sessions teil.

    Das Literaturcamp ist ein Barcamp rund um die Themen Lesen, Schreiben und Vernetzen. Wie ich schon letztes Jahr schrieb, bringt es unsere privaten Interessen wunderbar mit den professionellen zusammen. Der Mix aus Barcamp, Literatur, Bonn und Vernetzung lässt uns gar keine andere Wahl als Uschi und Ute zu unterstützen.

    Ein gelungenes Barcamp

    Die beiden haben einmal mehr ein gutes Barcamp auf die Beine gestellt und dafür gesorgt, dass zahlreiche Neu-Barcamper und Nicht-BonnerInnen vor Ort waren. Eine reife Leistung, die alleine schon Anerkennung verdient. Dass es trotzdem an der einen oder anderen Ecke knirscht, kennen wir als Barcamp-Veranstalter nur zu gut. Solange sich die leise Kritik an Kleinigkeiten der Verpflegung manifestiert, kann der Rest nicht so schlecht gewesen sein. Und genau das wurde dann auch in der Feedbackrunde deutlich, in der es viel Lob gab.

    Menschen sitzen in einem Saal. Auf der Bühne stehen zwei Frauen. Über ihnen ist groß „Herzlich willkommen“ eingeblendet.
    Eröffnung des Literaturcamps Bonn 2018 (Foto: Johannes Mirus)

    Zu Barcamps gehört auch, dass man nicht immer nur Glück in der Sessionauswahl hat. Das Gute an dem basisdemokratischen Format ist aber nicht nur, dass wir selbst das Programm bestimmen können. Wir können es auch noch justieren, indem wir entweder selbst etwas zur Session beisteuern und sie so mitgestalten. Oder indem wir leise aufstehen und uns woanders einbringen. Oder, und das habe ich auch in einem Slot gemacht, wir setzen eine Runde aus und vernetzen uns einfach am Empfang mit alten und neuen Bekannten. Auch dafür sind Barcamps schließlich da.

    Vielen Dank an alle

    Unser Dank gilt natürlich Ute und Uschi, allen anderen Sponsoren, den Teilnehmenden und explizit auch der VHS Bonn in Person von Frau Dr. Schöll, die sogar schon das Literaturcamp für nächstes Jahr eingeladen hat. Ich freue mich schon jetzt darauf!

  • „Viral“ durch gutes Community Management

    „Viral“ durch gutes Community Management

    Es ist etwas, das wir unseren Kunden immer wieder predigen: Nur, wer am Puls der Zeit ist, sein Ohr an der Community hat und in Social Media zuhört, kann auch mal einen dieser ominösen „viralen Hits“ landen. Das heißt kurz gesagt: Man erlangt eine große Aufmerksamkeit über die eigenen Möglichkeiten hinaus, weil der Inhalt über Social Media vielfach geteilt wird und sich die Reichweite dadurch multipliziert. (Wir schreiben daher bewusst „viral“ in Anführungszeichen.)

    Einmal hat es bei uns schon geklappt, als Sascha den „America first, Germany second“-Trend aufgriff und „America first, Germany second, Bonn capital“ erstellt hat. Wir berichteten. Hier haben wir schon mal bewiesen, dass mit dem richtigen Bauchgefühl ein Mem auch lokale Tragweite bekommen kann, wenn wir der Grundidee unseren eigenen kreativen Schuss dazu geben. Natürlich weiß man vorher nicht, ob das auch so klappt wie geplant, es kann auch Nebenwirkungen haben, wenn sich zum Beispiel Personen ohne Absicht beleidigt fühlen.

    Fast mit Ansage – und zugegebenermaßen mit weniger Aufwand als beim Video – sind wir gestern auf einen anderen Zug aufgesprungen, der gerade durch das deutsche Internet fährt: Landkarten mit humoristischen Aufteilungen (z.B. Norddeutschland, Bayern, NRW, einige weitere). Das Thema ist natürlich für Bonn.digital besonders geeignet, denn Bonn kann man super aufteilen. Aufgrund des guten Bauchgefühls haben wir dann einfach mal gemacht:

    Sechs Umrisse von Bonn in bunten Farben, die Unterschiede erklären. Leider zu umfangreich, um das hier zu schreiben. Tut mir leid.

    Wichtig ist bei so einer Aktion nicht nur der Inhalt (den haben wir in einem halbstündigen Brainstorming im Team erarbeitet, die Grafikerstellung kostete dann noch einmal gut zwei Stunden). Der Zeitpunkt ist ebenfalls zu beachten. Jetzt, da der Trend gerade beginnt, mussten wir aufspringen und die hervorragende Idee (hatte sie der NDR zuerst?) adaptieren. Wenn wir uns noch ein paar Tage Zeit gelassen hätten, wäre uns vielleicht jemand zuvor gekommen oder einfach das Momentum verflogen. Zum Glück haben wir keine langen Abstimmungsketten und Freigabeprozesse, die in manch großen Unternehmen Social-Media-Managern die Freiräume für solchen kreativen Ideen begrenzen.

    So konnten wir innerhalb von 24 Stunden fast 60.000 Menschen alleine via Facebook erreichen. Das ist rechnerisch mehr als jede/r sechste Bonner/in. Zu verdanken haben wir das zahlreichen Facebookern, die das Posting teilten, insbesondere durch die Gruppen „Du kommst aus Bonn, wenn …“ und „Nett-Werk Bonn“.

    Wir freuen uns über die ausnahmslos positiven Reaktionen! Und ganz ehrlich: Ein bisschen Spaß hat’s auch gemacht.

  • FutureCamp 2017

    FutureCamp 2017

    Ein wenig verspätet, was einfach der Arbeitslast geschuldet ist, aber wir wollten ja noch unbedingt über das FutureCamp berichten.

    Deutlich in der ersten Jahreshälfte ging Sascha mit der Idee schwanger, eine Art Barcamp für Jugendliche zu machen. Er lud ein paar Bekannte aus dem digitalen Bonner Umfeld ein und sprach mit ihnen über Möglichkeiten. Gleichzeitig wurde Johannes Schlarb von der Telekom Stiftung auf uns aufmerksam – oder umgekehrt, das weiß ich gar nicht mehr. Die Telekom Stiftung richtet schon die sogenannten „GestaltBars“ aus. Unter anderem im Haus der Jugend, eine Einrichtung der Stadt Bonn, eine Art Jugendzentrum an der Reuterstraße.

    Und so wurde recht schnell ein Projektteam gegründet. Die Stadt, das Haus der Jugend, die Telekom Stiftung und Bonn.digital erarbeiteten zusammen eine halbtägige Veranstaltung, die sich um digitale Themen drehen und von den Jugendlichen (mit-)gestaltet werden sollte. Digitalos aus der Region sollten die Möglichkeit haben, ihre Formate der Jugendbildung am „lebenden Objekt“ auszuprobieren. Und Mitarbeiter der Stadt, natürlich insbesondere des Jugendamts, sollten nicht nur die Jugendlichen mitbringen, sondern auch selbst ein wenig mitnehmen.

    https://twitter.com/Bonndigital/status/911483090081640448

    Funktioniert ein Barcamp für Jugendliche?

    Es war ein Risiko, das wir am 23. September 2017 eingegangen sind. Niemand konnte wissen, ob das Format Barcamp für junge Leute funktioniert. Zumal auch die meisten Erwachsenen vor Ort noch nie bei einem waren. Während die Vorstellungsrunde noch sehr ordentlich ablief, war die Sessionplanung ein wenig chaotisch; man merkte den Jugendlichen an, dass sie schon eine ganze Zeit lang still sitzen mussten und die räumliche Situation bedingte leider, dass alle Sessiongeber ein wenig durcheinander standen, als sie ihre Ideen präsentierten. Dennoch lief alles wie geplant ab und am Ende stand ein Sessionboard mit einer Menge höchst interessanter Angebote.

    https://twitter.com/Bonndigital/status/911516784494354432

    Die vier Zeitslots waren dann (viel zu) schnell vorbei, aber das Feedback hat begeistert. Die Jugendlichen waren natürlich besonders von YouTube-Star Julez angetan, die DJ-Sessions von DJ Michael Marten waren ein Hit, auch das Basteln mit Calliope oder der SenseBox waren beliebt und bei Musical.ly konnte sogar Sascha noch was lernen. Aber auch von anderen Sessions hörten wir nur Positives.

    https://www.instagram.com/p/BZdb93llhLL/

    Kurzum: Das FutureCamp war ein voller Erfolg. Wir freuen uns riesig, dass alles so gut geklappt hat und hoffen, dass wir diesen „Medientag im Haus der Jugend“ bald erneut auflegen können.

    Weiterführende Links

  • Zwei Jahre Bonn.digital

    Zwei Jahre Bonn.digital

    Eigentlich ist zwei Jahre keine Zeitspanne, die einer besonderen Aufmerksamkeit bedarf. Ist man zwei Jahre verheiratet, nennt man das angeblich „baumwollne Hochzeit“, aber als Digitalagentur liegen uns derartige stoffliche Vergleiche fern.

    Trotzdem sind die ersten zwei Jahre eine wichtige Zeitspanne für ein neu gegründetes Unternehmen. Nach 24 Monaten sollte man seinen Laden einigermaßen im Griff haben, die größten Einkommensschwankungen stabilisiert haben und möglichst an einem gesunden Wachstum arbeiten. Nicht ohne Stolz können wir sagen: Bei Bonn.digital ist das der Fall.

    Dass wir das heute sagen können, verdanken wir euch und Ihnen allen: Den Kunden, die uns von Anfang an vertraut haben, den Partnern, mit denen wir so hervorragend zusammenarbeiten, der Bonner Community, die uns trägt und nicht zuletzt den Menschen, die uns als Mitarbeiter unterstützen oder unterstützt haben.

    Unser Bestreben ist es auch im dritten Jahr, Bonn digitaler zu machen. Das schaffen wir nur mit euch und Ihnen zusammen. Wir möchten weiterhin unser Möglichstes der Community zurückgeben und wir werden weiter daran arbeiten, digitale und analoge Plattformen zur Verfügung zu stellen, um so viele Bonnerinnen und Bonner miteinander zu vernetzen wie möglich. Gleichzeitig arbeiten wir daran, uns weiter zu professionalisieren und den gewachsenen Anforderungen beständig gerecht zu werden.

    Auf die kommenden Jahre freuen wir uns wahnsinnig!

  • Was man zurzeit über Mastodon wissen muss

    Was man zurzeit über Mastodon wissen muss

    Es geht gerade wieder eine Welle durch die Social-Media-Welt. Mastodon ist der Dienst der Stunde. Wir haben unter Bonn.social eine eigene Instanz aufgebaut und möchten nicht nur deshalb einen kurzen Überblick über den Dienst geben.

    Was ist Mastodon überhaupt?

    Mastodon ist ein Kurznachrichtendienst, der Twitter stark ähnelt. Das heißt, es gibt eine Timeline, in der chronologisch (das Neueste ganz oben) Meldungen von anderen angezeigt werden, man kann andere Menschen mit einem @-Zeichen vorangestellt direkt ansprechen und mit Hashtags Inhalte verschlagworten.

    Es gibt aber auch entscheidende Unterschiede.

    Dezentrales Netzwerk

    Ein comichaftes, elefantenähnliches Tier
    Das Mastodon-Maskottchen ist ein Mastodon

    Mastodon ist ein dezentrales Netzwerk. Jede/r, die/der ein wenig Ahnung von Servern hat, kann eine Instanz aufsetzen. Zurzeit existieren mehr als eintausend Server weltweit, auf denen Mastodon läuft. Sie vernetzen sich untereinander und ergeben so ein großes ganzes Netzwerk. Das macht unabhängig von einzelnen Anbietern, sorgt aber auch für eine andere Art der Adressierung (siehe unten).

    Welche Server gibt es?

    Ganz verschiedene, die sich äußerlich auch gar nicht unterscheiden – schließlich läuft überall die gleiche Software. Es gibt dank Nachtschichten von Sascha den Server Bonn.social, aus Berlin kommt toot.berlin, aber diese Ortsgebundenheit ist nur ein Beispiel dafür, wie man eine Instanz benennen kann. Ob und wie Nutzer auf einzelnen Servern thematisch eingegrenzt werden, ist verschieden. Nach meiner Erfahrung können sich auf den meisten Servern alle anmelden, unabhängig von Herkunft oder Interessenlage. (Bei Bonn.social übrigens auch.)

    Eine Übersicht über die Server gibt es hier. Es dauert seine Zeit, bis sich Server untereinander verbinden, gerade frische Instanzen haben noch wenige Verbindungen zur Außenwelt. Bei Bonn.social sind es aktuell 233 von rund 1200 Servern weltweit, die bekannt sind.

    Wer hat’s erfunden?

    Eugen Rochko aus Jena. Trotzdem ist Mastodon erst einmal in Frankreich und Japan steil gegangen, USA und Deutschland holen derzeit jedoch auf. Eugen wollte eine Alternative zu Twitter und hat einfach mal gemacht.

    Wie spricht man andere Mastodon-Nutzer an?

    Wie von Twitter und anderen Netzwerken gewohnt, mit einem vorangestellten @, also in meinem Beispiel @Johannes. Das geht aber nur gut, solange man Nutzer auf dem gleichen Server anspricht. Nutzer anderer Instanzen adressiert man – wie von E-Mails gewohnt – mit dem Servernamen, getrennt durch ein weiteres @-Zeichen, in meinem Beispiel also: @Johannes. Es ist eigentlich ziemlich einfach.

    Ein Vorteil der Dezentralität ist, dass man seinen Lieblingsnutzernamen mit hoher Wahrscheinlichkeit noch auf irgendeinem Server weltweit erhalten kann. Wenn man darauf Wert legt.

    Was muss ich beim Schreiben eines Beitrags (Toot) beachten?

    Zeichenbegrenzung: Die liegt aber nicht wie bei Twitter bei 140, sondern bei luxuriösen 500 Zeichen. Ein Toot (also ein Beitrag) kann auch ein Bild enthalten, weitere Medienformate aber (noch) nicht.

    *
    Privatsphäreeinstellungen bei Mastodon

    Privatsphäreeinstellungen: Es gibt insgesamt vier verschiedene Möglichkeiten, die Sichtbarkeit eines Toots einzustellen:

    1. Public: Für alle sichtbar in allen Timelines.
    2. Unlisted: Der Toot ist immer noch öffentlich und für alle sichtbar, wird aber nicht in die öffentlichen Timelines aufgenommen. Wer den Inhalt sehen will, muss entweder direkt auf das Profil gehen, mit @ angesprochen worden sein oder einem Hashtag folgen.
    3. Private: Ist nicht so privat, wie es klingt, aber den Toot können nur die sehen, die mit @ angesprochen wurden und die, die einem auf der eigenen Instanz folgen.
    4. Direct: Das sind Direktnachrichten, es können also nur die den Toot sehen, die dort mit @ angesprochen wurden.

    Content Warning: Ein nettes Gimmick ist das „Content Warning“. Man kann Inhalte verstecken und mit einer Warnaufschrift versehen. Sinnvoll zum Beispiel, wenn man über das Ende einer Serie schreibt („Achtung, Spoiler über Game of Thrones!“) oder verhindern möchte, dass Nackedei-Inhalt auf Arbeitsrechnern auftaucht („NSFW“), wobei Bonn.social natürlich vollkommen frei von derartigen Inhalten ist. Noch.

    Links ein Beitrag: "Hier kommt was Geheimes!", darunter "Show more". Rechts der gleiche Beitrag nach Klick, es taucht ein Text auf: "Doch nicht."
    Content Warning – vorher (links) und nachher (rechts)

    Wie ist das mit den Timelines?

    Es gibt nicht nur eine Timeline, sondern drei:

    1. Home: Vergleichbar mit der Timeline bei Twitter oder Facebook (allerdings ohne algorithmische Sortierung und Auswahl, sondern rein chronologisch). Hier tauchen alle Toots der Leute auf, denen man folgt.
    2. Local: Die Timeline mit allen Toots (bis auf unlisted und private, siehe oben) auf dem „Heimserver“, zum Beispiel also alle Beiträge der Bewohner von Bonn.social. Sehr hilfreich, um neue Leute zu finden, denen man folgen will.
    3. Federated: Hier sind Toots aller bekannten Server aufgelistet, da ist also ganz schön was los, wenn sich der Heimserver mit der Welt verbunden hat. Da Mastodon in Frankreich und Japan sehr beliebt ist, gehen deutsche Inhalte derzeit noch ein wenig unter.

    Gibt es auch Listen oder andere Möglichkeiten, die Timeline zu organisieren?

    Listen oder ähnliche Funktionen, um User zu gruppieren, gibt es (noch) nicht. Theoretisch kann man ein wenig über die Serverzugehörigkeit regeln, aber das ist weder praktisch, noch in der Realität umsetzbar. Wer sich mit regulären Ausdrücken auskennt, kann seine Timelines damit beeinflussen.

    Gibt es auch Apps?

    Keine offiziellen, weil ja alles Open Source ist. Dafür basteln Fans schöne Apps. Empfehlen kann ich zurzeit Amaroq für iOS und Tusky für Android-Telefone.

    Wie sind die Zukunftsaussichten?

    Nun, es hat schon andere Bestrebungen gegeben, sich von den großen Netzwerken abzusetzen und irgendwo neu zu starten. Ello oder Peach waren Beispiele, die kurz einem Hype unterlagen und mittlerweile nur noch kleine Gruppen interessieren. Mit App.net hat es lange Zeit sogar eine recht erfolgreiche Twitter-Alternative gegeben, die werbefrei als Abomodell aufgebaut war – und sich trotzdem nicht nachhaltig finanzieren konnte. Auch der dezentrale Ansatz ist nicht neu, aber wann hat man zuletzt etwas von Diaspora gehört?

    Neue Netzwerke haben es immer schwerer, gegen die etablierten zu bestehen. Es gibt im Grunde stets zwei wesentliche Hürden: Die langfristige Finanzierung und Bequemlichkeit der Nutzer. Bei Mastodon spielt das Geld durch die Dezentralität nur eine untergeordnete Rolle, aber genau die ist auch eine Gefahr: Wer sich auf einen Serveranbieter wie Bonn.social verlässt, muss damit leben, dass mal Daten verloren gehen (räusper) oder der Dienst einfach eingestellt wird.

    Die Bequemlichkeit ist ein noch viel stärkerer Faktor, der den langfristigen Erfolg von Mastodon verhindern kann. Neue Follower aufbauen, die vergleichsweise umständliche Adressierung von Usern und außerdem die derzeit noch eingeschränkte Funktionalität – alles Dinge, die einen raschen Wechsel unwahrscheinlich machen.

    Mir alles egal, ich will das jetzt ausprobieren!

    Ja super, dann los! Registriere dich bei Bonn.social, sieh dir die lokale Timeline an und lege los!

  • So war das 1. LiteraturCamp Bonn

    So war das 1. LiteraturCamp Bonn

    Als ich von Ute und Uschi erfuhr, dass sie ein Barcamp rund um das Thema Literatur planen, war ich sofort begeistert. Da kamen für mich gleich drei tolle Dinge zusammen:

    • Ein Barcamp (davon machen wir ja auch das eine oder andere)
    • in Bonn (mit der Stadt habe ich eine gewisse Verbundenheit)
    • zu einem Thema, das mich privat sehr interessiert.

    Ich schlug gleich bei den Early-Bird-Tickets zu, weil ich auf jeden Fall dabei sein wollte. Und dann redete ich mit Sascha darüber und er fragte, warum wir nicht noch mehr tun wollen, als nur da zu sein. „Aber sicher!“, schoss es aus mir heraus. „Genau das gleiche habe ich mir auch schon gedacht!“ Uns beiden gefällt es nämlich richtig gut, wenn immer mehr Barcamps in Bonn und der Region stattfinden. Es ist ein Ausdruck der zunehmenden Digitalisierung dieser Stadt. Also landeten wir auf der Sponsorenseite.

    Sehr gefreut haben wir uns auch über die Location, das Haus der Bildung. Dass sich die VHS Bonn so bereitwillig an einem für sie neuen Format Barcamp ausprobierte und den Organisatorinnen die Räume kostenfrei zur Verfügung stellte, ist mehr als eine Erwähnung wert. Das Haus der Bildung war nicht nur inhaltlich, sondern auch räumlich passend wie die Faust aufs literarische Auge.

    Viel Abwechslung und viele neue Menschen

    Passend auch, dass ein neues Format eines neuen Organistationsteams viele Barcamp-Neulinge anlocken konnte. Deutlich mehr als die Hälfte der bestimmt 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatte wenig Vorstellung davon, was man von dem Tag zu erwarten habe. Und trotzdem war das große Sessionboard schnell gefüllt. Beeindruckend!

    Auch Sascha bot eine Session an. Er stellte die Software (und Open-Source-Plugin) Pressbooks vor. In einer WordPress-Installation kann man damit zum eigenen Verleger werden. Für die Selbstinstallation benötigt man schon fortgeschrittene technische Kenntnisse, aber es gibt auch eine kostengünstige Variante beim Hersteller selbst. Gerade bei wissenschaftlichen Publikationen allemal günstiger als der Druck über einen Fachverlag.

    Ansonsten waren die Sessions bunt durchmischt und befassten sich nicht nur mit dem Kernbereich der Literatur, sondern auch mit Themen drumherum. Ich selbst war in Sessions zur Komplexitätsreduktion und effizienten Arbeiten,

    https://twitter.com/Johannes/status/850645404882481152

    hörte mir Tipps für suchmaschinenoptimiertes Schreiben an,

    https://twitter.com/Johannes/status/850658045831122948

    guckte zu, wie vielfältig die Bonner Medienszene ist (und wie Sebastian damit kämpft, satireresistente Menschen zu besänftigen),

    https://twitter.com/muellerstephie/status/850699647446392832

    und diskutierte in einer Runde mit, die sich mit Pressearbeit für Autorinnen und Autoren beschäftigte.

    https://twitter.com/Johannes/status/850714091270410243

    Zum Abschluss gab es noch eine sehr kurzweilige Einlage des Improtheaters Taubenhaucher.

    https://twitter.com/Johannes/status/850728250905165824

    Kurzum: Es war ein gelungener Tag und ich war sehr glücklich, dass wir mit Bonn.digital einen klitzekleinen Anteil daran hatten. Ob, wo und wie eine Neuauflage des Literaturcamps Bonn stattfindet, steht noch nicht fest, aber es sieht gut aus. Ich freue mich jetzt schon.

    https://twitter.com/Bonndigital/status/850740919473143808