So war das 1. LiteraturCamp Bonn

Als ich von Ute und Uschi erfuhr, dass sie ein Barcamp rund um das Thema Literatur planen, war ich sofort begeistert. Da kamen für mich gleich drei tolle Dinge zusammen:

  • Ein Barcamp (davon machen wir ja auch das eine oder andere)
  • in Bonn (mit der Stadt habe ich eine gewisse Verbundenheit)
  • zu einem Thema, das mich privat sehr interessiert.

Ich schlug gleich bei den Early-Bird-Tickets zu, weil ich auf jeden Fall dabei sein wollte. Und dann redete ich mit Sascha darüber und er fragte, warum wir nicht noch mehr tun wollen, als nur da zu sein. „Aber sicher!“, schoss es aus mir heraus. „Genau das gleiche habe ich mir auch schon gedacht!“ Uns beiden gefällt es nämlich richtig gut, wenn immer mehr Barcamps in Bonn und der Region stattfinden. Es ist ein Ausdruck der zunehmenden Digitalisierung dieser Stadt. Also landeten wir auf der Sponsorenseite.

Sehr gefreut haben wir uns auch über die Location, das Haus der Bildung. Dass sich die VHS Bonn so bereitwillig an einem für sie neuen Format Barcamp ausprobierte und den Organisatorinnen die Räume kostenfrei zur Verfügung stellte, ist mehr als eine Erwähnung wert. Das Haus der Bildung war nicht nur inhaltlich, sondern auch räumlich passend wie die Faust aufs literarische Auge.

Viel Abwechslung und viele neue Menschen

Passend auch, dass ein neues Format eines neuen Organistationsteams viele Barcamp-Neulinge anlocken konnte. Deutlich mehr als die Hälfte der bestimmt 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatte wenig Vorstellung davon, was man von dem Tag zu erwarten habe. Und trotzdem war das große Sessionboard schnell gefüllt. Beeindruckend!

Auch Sascha bot eine Session an. Er stellte die Software (und Open-Source-Plugin) Pressbooks vor. In einer WordPress-Installation kann man damit zum eigenen Verleger werden. Für die Selbstinstallation benötigt man schon fortgeschrittene technische Kenntnisse, aber es gibt auch eine kostengünstige Variante beim Hersteller selbst. Gerade bei wissenschaftlichen Publikationen allemal günstiger als der Druck über einen Fachverlag.

Ansonsten waren die Sessions bunt durchmischt und befassten sich nicht nur mit dem Kernbereich der Literatur, sondern auch mit Themen drumherum. Ich selbst war in Sessions zur Komplexitätsreduktion und effizienten Arbeiten,

hörte mir Tipps für suchmaschinenoptimiertes Schreiben an,

guckte zu, wie vielfältig die Bonner Medienszene ist (und wie Sebastian damit kämpft, satireresistente Menschen zu besänftigen),

und diskutierte in einer Runde mit, die sich mit Pressearbeit für Autorinnen und Autoren beschäftigte.

Zum Abschluss gab es noch eine sehr kurzweilige Einlage des Improtheaters Taubenhaucher.

Kurzum: Es war ein gelungener Tag und ich war sehr glücklich, dass wir mit Bonn.digital einen klitzekleinen Anteil daran hatten. Ob, wo und wie eine Neuauflage des Literaturcamps Bonn stattfindet, steht noch nicht fest, aber es sieht gut aus. Ich freue mich jetzt schon.

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