America first – Germany second – Bonn capital: Making of

Heute Abend wird in der WDR Lokalzeit Bonn über die Idee hinterm dem Video „Bonn second“ berichtet. Hier möchte ich die Geschichte und die Idee dahinter erzählen. 

Die Vorgeschichte: Niederlande, Deutschland und Köln (!) wollen zweite sein!

America first! So sagte Donald Trump an, dass er nun nur noch die Interessen der Amerikaner verfolgen möchte. Eine niederländische Late-Night-Show war klar: Die Niederlande können nur Zweiter sein. Also haben Sie sich auf den zweiten Platz beworben.

Jan Böhmermann war außer sich. Die Niederländer wollten zweiter sein? Das ging nun mal gar nicht. Also schickte er auch ein Bewerbungsvideo im Neo Magazin Royale raus.

Natürlich reicht das nicht aus: einfach nachmachen, wie langweilig. Darum machen mittlerweile viele Staaten und Länder auf der ganzen Welt mit bei dem Spaß.

Ich habe mir die Videos alle in Ruhe angeschaut, etwas gegrinst und fand es gut, wenn die Welt über Trump auch mal lacht. Aber als Köln mit einer Bewerbung um die Ecke kam, war klar: das geht zu weit!

Köln möchte unseren zweiten Platz streitig machen? Niemals!

Das durfte nicht passieren! Wenn schon jemand die beste zweite Hauptstadt ist, dann ja wohl Bonn! Also kam die Idee auf, „Bonn second“ zu drehen. Ich war sicher nicht der einzige, dem die Idee kam, den kurz nach diesem Facebook-Post meldeten sich zahlreiche Stimmen, die halfen. Insbesondere Stefan Hartmann schrieb einfach in den Kommentar den ersten Text.

Also echt: wenn dann wohl Bonn second, oder? Macht mit! Mit Textideen, Videos und Schnitt!

Posted by Sascha Foerster on Mittwoch, 8. Februar 2017

Der Ball war auf dem Spielfeld. Und es wäre eine Schande gewesen, diese Chance nicht zu verwandeln. In einer Woche interessiert das Video eh niemanden mehr. Es wäre eine verpasste Chance gewesen, über Trump zu lachen, viele Menschen zu sensibilisieren und vielleicht für mich einen schönen Tag gehabt zu haben.

Rückenwind durch die WDR Lokalzeit Bonn

Und dann meldete sich morgens die WDR Lokalzeit: Sie würden uns mit dem Video-Archiv und dem Schnitt unterstützen. Dabei wollten sie gleichzeitig die Geschichte dahinter drehen. Jetzt gab es kein zurück mehr.

Die Diskussion ging dann in unserem Forum weiter. Mit Google Docs legte ich eine Tabelle an, in der alle öffentlich mitschreiben konnten. Ich weiß nicht wie viele anonyme Helfer es gab, aber innerhalb kürzester Zeit war die Rohversion des Skripts für den Film fertig.

Mittags fuhr ich ins Studio. Auf dem Weg begegnete mir noch Jan Loh, bekannt als der Alle-Mal-Malen-Mann. Ich hielt an, erklärte ihm die Geschichte und er malte mir ein Bild für Trump auf der Autohaube. Unglaublich aber wahr! Im Skript stand Jan Loh bereits drin! Jetzt hatte ich also auch das Bild dazu! :)

Danach saßen wir drei Stunden am Schnittplatz des WDR, das uns wundervoll mit dem gesamten Archiv-Material und dem Schnitt unterstützte. Ein Sprecher kam und wir nahmen Sprachbeispiele auf. Die Cutterin war unter Strom und gab alles für uns, während des Team immer wieder auch Szenen filmte.

Und jetzt kommt das Ganze in die WDR Lokalzeit.

Da das Video leider noch nicht fertig ist, werden wir es hier und in unserem YouTube-Channel einbetten sobald es fertig ist!

Update: Natürlich musste es noch technische Probleme geben. Aber dank Techniker, fleißiger Menschen im WDR und freundlicher Unterstützung eines spontanen Sprechers ist es jetzt fertig!

Das Video

Danksagung

Herzlichen Dank noch mal an allen, die uns heute geholfen haben! Ralph Grundmann, der uns im Coworking hat drehen lassen; Johannes Mirus, der als Komparse zur Verfügung stand und mir den Rücken heute mit unserem Praktikanten Robin freihielt; Stefan Hartmann, der heute nicht seinen Entspannungstag hatte, sondern im Studio mit Rat und Tat half und den Stein mit seinem Ursprungstext überhaupt ins Rollen brachte; Benjamin Helsper, der uns die Animation ruckizucki und spontan fertig machte und natürlich alle, die heute im Skript und Social Media mit ihren tausenden Ideen und ihrer Unterstützung dieses Video geschaffen haben. Natürlich auch an das Team beim WDR, die den Hype mit auslösen halfen, Britta Schwanenberg, unsere Cutterin Katja, der Ton-Mann, der Kamera-Mann, der Sprecher David, der Techniker Stefan und alle anderen, die im Hintergrund für uns gearbeitet haben und die ich vielleicht vergessen habe!

Ich mag Bonn! Danke Bonn! 💖

Update: Die Nachfolgen…

America first – Germany second – Bonn capital (2nd edition)

Kann ja wohl nicht sein, dass Köln sich jetzt als zweite Hauptstadt bewirbt: wenn jemand das kann, dann Bonn! Darum: America First, Germany second, Bonn Capital!***Da ich niemanden persönlich mit diesem Video verletzten möchte, gebe ich der Bitte des Chefredakteurs Mathiesen vom Bonner General Anzeiger nach, Teile des Videos zu entfernen. Ich ging gestern Nacht davon aus, dass es für diesen satirischen Zweck gewisse Freiheiten gibt und habe Videoausschnitte genutzt, für die ich keine Rechte angefragt habe. Ich ging davon aus, dass es im Rahmen von Satirefreiheit und Zitatrecht, aber auch durch den gutgemeinten Zweck in Ordnung geht. Ich möchte niemanden verärgern oder beleidigen und auch keine rechtlichen Konsequenzen für einen Scherz. Wir leben alle in einer Stadt und sehen uns hoffentlich morgen persönlich bei einem Bönnsch wieder. Ich würde mich freuen, wenn wir dann gemeinsam über das Video lachen können. Also, hier ist die garantiert Fake-News-freie Version des Videos, die ihr noch öfter teilen dürft. Danke noch mal an alle Unterstützer, insbesondere bei der WDR Lokalzeit aus Bonn, die mir die Freiheit gaben, gestern Nacht den Rest des Videos noch selbst zu schneiden und zu veröffentlichen. Die Story hinter dem Video gibt es hier: https://bonn.digital/blog/america-first-germany-second-bonn-capital-making-of/

Posted by Bonn.digital on Freitag, 10. Februar 2017

“Da ich niemanden persönlich mit diesem Video verletzten möchte, gebe ich der Bitte des Chefredakteurs Mathiesen vom Bonner General Anzeiger nach, Teile des Videos zu entfernen. Ich ging gestern Nacht davon aus, dass es für diesen satirischen Zweck gewisse Freiheiten gibt und habe Videoausschnitte genutzt, für die ich keine Rechte angefragt habe. Ich ging davon aus, dass es im Rahmen von Satirefreiheit und Zitatrecht, aber auch durch den gutgemeinten Zweck in Ordnung geht. Ich möchte niemanden verärgern oder beleidigen und auch keine rechtlichen Konsequenzen für einen Scherz. Wir leben alle in einer Stadt und sehen uns hoffentlich morgen persönlich bei einem Bönnsch wieder. Ich würde mich freuen, wenn wir dann gemeinsam über das Video lachen können. Also, hier ist die garantiert Fake-News-freie Version des Videos, die ihr noch öfter teilen dürft.

Danke noch mal an alle Unterstützer, insbesondere bei der WDR Lokalzeit aus Bonn, die mir die Freiheit gaben, gestern Nacht den Rest des Videos noch selbst zu schneiden und zu veröffentlichen.”

Hilf uns Bonn digi­ta­ler zu machen und teile die­sen Bei­trag!